29.10.12

Das Workshopwochenende ist vorbei!

Dieses Wochende - inklusive dem Freitag, der bei uns in Österreich ein Feiertag ist (unser Nationalfeiertag sogar) - war es endlich soweit. Roman aka Jarhead von Massive Voodoo veranstaltete den ersten Einsteiger Malworkshop in Wien.



Knapp 30 Farbenliebhaber und Innen fanden sich dann in den Räumen des WOW/Keepers Tabletop-Clubs in Wien ein und sorgten 2 1/2 Tage für eine tolle und farbenfrohe Stimmung.

Wie immer bei Workshops von Roman, war die Test-Mini eine Dämonette von Games Workshop. Nicht gerade meine Lieblingsfigur, aber was solls, ran ans Mädl war das Motto aller Teilnehmer. Es war der erste Besuch für mich an so einem Workshop und gleich vorweg, es wird nicht der letzte gewesen sein. Das Wochenende war zwar wirklich äußerst anstrengend, da sehr intensiv in punkto Konzentration, Informationsgehalt und Malzeit - aber gleichzeitig wirklich eine tolle Erfahrung und sehr lehrreich.


Tag Eins
Der erste Tag, der Freitag begann nach einer kurzen Willkommen und Begrüßungsrunde und Aufbauphase mit einem allgemeinen Teil, was uns alles in den nächsten Tagen erwarten sollte. Danach gings ans Aussuchen der Dämonette und dem Säubern und Entgraten der selbigen.

Meine Dämonette noch in ihrem Plastikgewand
Nach dem Entgraten bekamen wir von Roman die ersten theoretischen Grundlagen hinsichtlich Basenbau. Dies war gleich einer der ersten Höhepunkte im Workshop. Eine Fülle von Wissen und Erfahrungen prasselten auf uns ein.
Nach dem sich jeder von uns einen Holzsockel genommen hatte, gings ans Aussuchen der Basematerialen und ans Milliput kneten.

noch sieht man nicht viel vom Base
Nach einigem Überlegen entschied ich mich für ein Felsenbase, auf dem sich meine Dämonette auf ihre Feinde stürzen soll. Die Felsen sollte sich etwas nach unten neigen. Aus diesem Grund versuchte ich mittels Kork eine Erhöhung zu erreichen. Ein flacher Stein sollte als Basis meiner Dame sorgen, ein weiterer Stein zur Rechten, sollte für die nötige Linienführung hin zur Figur sorgen.

die Base nimmt Gestalt an
das Base von der Seite, hier erkennt man gut die Wurzeln am Ende des Felsen
Nachdem wir mit Milliput und  anderen Materialien die Grundbase erzeugt hatten, wurden die Übergänge zwischen Milliput und den Steinen mit Erde, samt den kleinen Wurzeln und Holzstückchens, die sich in der Erde befanden, ausgefüllt.

das Base mit Erde
jeder von uns bekam von Roman ein kleines Tier für unsere Base
geschenkt. Bei meiner Base wars eine Schlange.

Da ich meinen Zug erreichen musste, verpasst ich einige Theorie-Präsentationen zur Farbkunde und Licht und Schatten. Jedoch konnte ich diese am zweiten Tag nachholen.

Tag Zwei
Zwischen den Theoriestunden am Samstag, bekam meine Dämonette mit Schwarz ihre erste Grundierungsschicht.


Danach wurde ganz leicht die Figur und das Base mit weißem Grundierspray kurz besprüht. Vor allem wichtig war hier das Anbringen der zenitalen Lichtperspektive.

von oben kommt das Licht!

Danach gings unseren Bases an den Kragen und sie bekamen Farbe. Vorher erklärte uns Roman seine Basebemal-Technik. Genial. Mehr sag ich nicht.

mein Felsenbase ist ein wenig dem Grand Canyon nachempfunden

Nach dem Aufbringen der Grundfarbe auf dem Base wurden die Feinheiten wie Kanten, Flächen, Erde, etc. bei einem zweiten Durchgang angegangen.



Nach der Base bekam die Figur ihre Grundfarbe. Da ich meine Base eher in warmen Rot und Ockertönen bemalt hatte, wollte ich als Kontrast meine Dämonette mit kalten Farben bemalen. Hierfür wälte ich ein helles Blau, dass durch Highlights schlussentlich in Richtung Weiß gehen sollte.

die Dämonette mit ihrer blauen Grundfarbe und den ersten Nass in Nass-Schichten

Anschließend wurde, die uns von Roman gezeigte, Nass in Nass-Technik ausprobiert. Ich muss sagen, ich bin mit den Schatten noch auf Kriegsfuss. Auch deshalb, weil durch die 3-Layer-Technik, die ich bisher verwendete gewohnt bin, von der Schattenfarbe über die Grundfarbe zur Highlightfarbe zu malen.

Abschließend für diesen Tag lernten wir noch das Lasieren - als ersten Schritt das Lasieren zum Schattieren.

Tag Drei - Abschluss

Gleich am Morgen widmeten wir uns dem Lasieren der Highlights. Danach ging es weiter mit weiteren Blöcken wie Leder, Augen, Freehands, Metallicbemalung, Blut, Schleim, etc.
Allein die theoretischen Informationen waren mannigfaltig und höchst interessant. Am Ende des Workshops ist meine Figur zwar nicht ganz fertig geworden, aber doch ansehnlich.

meine Dämonette am Ende des Workshops







Welch tolle Modelle auf diesem Workshop das Licht der Welt erblickten zeigt dieses beeindruckende Gruppenfoto.


4 Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Na ich finde, das Ergebnis kann sich doch sehen lassen!

Ich habe schon echt viel von den Workshops gelesen, hab es aber irgendwie nie hinbekommen, mal selbst zu einem hin zu gehen.

Danke für den Bericht,

Thomas

Alex Mayer hat gesagt…

@Thomas

@ thomas,

ich kann dir nur wärmstens ans herz legen, so einen workshop zu machen. er macht irre spaß und man erfährt wirklich viel neues!!! nächstes jahr solls wieder einen in wien geben und was ich gehört habe, könntes auch in graz wieder einen geben.

Moiterei_1984 hat gesagt…

Klingt echt toll! Wäre ja auch mal an so einem Workshop interessiert, aber nach Nürnberg kommt ja keiner :-)

Deine Dämonette ist auch schon wirklich schick geworden.

Alex Mayer hat gesagt…

@Moiterei_1984

in folgenden städten gabs schon eine oder sogar mehr workshops - http://massivevoodoo.blogspot.co.at/2009/09/workshop-reviews.html.

zb. münchen war schon mal schauplatz, oder sogar öfters. vielleicht hast beim nächstenmal in münchen zeit dabei zu sein? wir hatten viele aus graz dabei und sogar mit adam flog ein teilnehmer extra aus england zum workshop. :-)

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